Ein rätselhaftes Dokument... |
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Ein rätselhaftes Dokument... |
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2 Mär 2007, 10:30
| #1
Ein rätselhaftes Dokument...
"Schaut mal, was ich entdeckt habe!"
Unter mißbilligenden Blicken der älteren Mönche, stürmte der junge Novize Jovial in den großen Schreibsaal. Völlig ausser Atem und mit vor Aufregung gerötetem Gesicht kam er beim Bruder Superior an und breitete ein altes, vergilbtes Pergament in sehr schlechtem Zustand vor diesem aus. Neugierig geworden kamen auch die anderen Mönche näher, bis schließlich eine dichte Menschentraube den Tisch umgab. Unter ihren staunenden Blicken enthüllte sich folgendes Schriftstück: |
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2 Mär 2007, 10:31
| #2
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2 Mär 2007, 11:17
| #3
Eilends machten sich die fähigsten Mönche daran, das uralte Pergament mit Konservierungszaubern zu belegen, um den fortgeschrittenen Verfall aufzuhalten und die verblassenden Zeichen wieder in den Vordergrund zu rücken. Doch trotz ihrer hervorragenden Arbeit, blieb die altertümliche Schrift kaum noch leserlich.
Stirnrunzelnd zog der alte Abt seine Lesebrille an und begann mit feierlicher Stimme vorzulesen: ZITAT In einer nahen und doch ungewissen Zukunft wird eine geheimnisvolle Welt aus dem schrecklichen Dunkel heraustreten und zum ersten Mal das Licht erblicken. Eine Welt voller Geheimnisse, eine Welt voller Abenteuer, mystischer Schätze und Kreaturen. Eine Welt, die mehr verbirgt als sie offenbart. "Der folgende Abschnitt ist wohl leider unrettbar verloren, fürchte ich", sagte der Abt traurig, bevor er mit der Lesung fortfuhr. ZITAT Eine Welt, deren Sprache uns sonderbar vertraut erscheint und die uns auf wunderbare Weise an unsere Heimat erinnert. Nach so langer Zeit scheint diese Welt endlich zum Greifen nahe, es ist spürbar, jede Stunde, jede Minute, die verstreicht, erinnert an das Kommen dieser glorreichen Zeiten, in denen Helden noch gefeiert werden und Meister verehrt. Ein Name muss gefunden werden, ein heldenhafter Name, der diese Welt wie in einem Worte wiedergibt. Ohne diesen Namen wird die Welt auf ewig im Dunkel versunken bleiben. Erwartungsvolle Stille breitete sich im Schreibsaal aus. Es war, als würde jeder die Luft anhalten, als würde gleich ein Wunder kosmischen Ausmaßes geschehen. Doch tat sich nichts. Nach einer Weile hielten es die Jüngsten nicht mehr aus und begannen aufgeregt untereinander zu tuscheln. "Habt ihr das gehört?" "Eine neue Welt!" "Wer das wohl geschrieben haben mag" "Es muss uralt sein, vielleicht noch älter als unser Archiv" Dieses und ähnliches konnte man überall hören, während sich die angesammelte Spannung entlud. Während die ältesten und weisesten Mönche das Schriftstück genauer untersuchten, kümmerten sich andere darum den normalen Betrieb im Saal wiederherzustellen, auch wenn mit dem Herzen niemand so recht dabei war. Schließlich ging einer der Mönche, die mit der Untersuchung beauftragt waren zum Abt und flüsterte ihm ehrfürchtig ins Ohr: "Das Schriftstück muss sogar noch älter sein als vermutet. Für sein Alter ist es noch relativ gut erhalten. Denn es stammt aus der Feder des großen Miseos Supperrian!" Voller Ehrfurcht starrte der Abt das Pergament noch eine Weile nachdenklich an und traf dann eine folgenschwere Entscheidung. "Der Inhalt dieses Schriftstücks aus vergangenen Zeiten muss in alle Welt verbreitet werden!" |
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2 Apr 2007, 15:32
| #4
Also zogen die Boten los und informierten alle umliegenden Dörfer, Städte, Schlösser und gar das Bworklager (auch wenn letzteres nicht sehr effektiv war, da der verdutzte Bwork-Bogenschütze das ihm vor die Füße geworfene Dokument überhaupt nicht lesen konnte).
Die Bevölkerung grübelte lautstark in den Tavernen der Städte... "*Hips*, mein Freund, ich sage dir, der wahre Name lautet Exknebali*hips*...Exknablibal... ähm, was wollte ich dir nochmal erzählen?" "Du wolltest gerade eine neue Runde Bier bestellen!" "Ach ja *hips* He, Wirt, einmal Runde Bier für all meine neuen Freunde hier *hips*!" ...in den Dörfern... "He, Bub, worauf wartest du noch? Die Ernte wird nicht von allein hier hereintrudeln, also los!" "Aber, da ist ein Bote aus der großen Stadt auf dem Marktplatz. Ich würd gar zu gern hören, was der zu sagen hat!" "Nix da, mach dich endlich auf. Ich spüre in den Knochen, dass das Wetter bald umspringen wird. Bis dahin hast du fertig zu sein, verstanden?!'' ...und gar in Allisters Schloss... "Eure Majestät! Wir haben ein großes Problem. Seht her, was hier gerade hereingekommen ist!" "Hmmm, aha. Interessant. Von den Mönchen haben wir ja seit Ewigkeiten nix mehr gehört. Schulden die uns zufällig nicht noch Geld?" "Nein, nicht dass ich wüßte. Aber zurück zu ihrem Schreiben. Wie sollen wir damit umgehen?" "Naja, ganz einfach. Wir machen ein Dekret, nach dem der neue Name "Allister, der Große" sein wird, nach meinem UrUrUrgroßvater väterlicherseits und verbreiten es überall, wie üblich." Nun, beinahe wäre der Name tatsächlich per Dekret festgelegt worden, wäre da nicht etwas Merkwürdiges geschehen. |
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2 Apr 2007, 16:09
| #5
Doch auf einmal kam ein Wächter mit rotem Gesicht in den Saal hereingestürmt und stammelte sofort los ohne auf eine Aufforderung zu warten:
"Eine Bande von aufgebrachten Abenteurern ist vor der Tür. Die anderen Wächter können sie nur mit Mühe und Not bändigen. Sie fordern den Namen eines der Ihren auszuwählen. Einen gewissen Lego oder so ähnlich. Draußen vor dem Schloss sind noch viel mehr von ihnen! Was sollen wir bloß tun?" "Eure Majestät, das können wir unmöglich tolerieren! Einen dahergelaufenen Abenteurernamen nehmen, das geht nun wirklich nicht!", fuhr sofort einer der Berater des Königs auf. Ein weiterer stand auf, trat zum König und flüsterte ihm etwas ins Ohr, so dass sich dessen Gesicht sofort erhellte. Der Plan war so einfach, wie auch hinterlistig. Der König solle alle Bürgermeister oder Stadtherren auffordern, Namen von den Dorfbewohnern wählen zu lassen, woraufhin sich diese dann auf einen Namen festlegen sollten. Der Erfahrung nach würde das in heillosem Chaos enden, wobei die Lager Bonta und Brâkmar als Rivalen eine gemeinsame Wahl völlig unmöglich machen würden. Also traf König Allister die folgenschwere Entscheidung, verkünden zu lassen, dass bei der demokratischen Wahl eines Namens, der keiner lebenden Person angehören würde, dieser Name gemäß dem Schreiben der Mönche als der eine Name in die Geschichte eingehen solle, um so deren Prophezeihung zu erfüllen. Wenn es den Bürgermeistern hingegen nicht gelingen solle, innerhalb eines Monats auf einen gemeinsamen Namen zu einigen, solle dieser Name hingegen Allister, der Große lauten. "So sei es!" , schloß Allister und informierte die Bevölkerung. |
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2 Apr 2007, 16:25
| #6
Hektische Aktivität trat in den folgenden Wochen ein. Namen wurden entwickelt, um gleich daraufhin wieder verworfen zu werden, bis schließlich die Bürgermeister verkündeten, keine weiteren Namen mehr annehmen zu wollen.
Und zum ersten Mal in der Geschichte waren alle darin vereint und das Wunder geschah. 10 Namen erblickten das Licht der Welt. 5 Dunkle, 5 helle und das Volk traf eine Entscheidung. Die Wahl fiel schwer und lange dauerte die Entscheidungsfindung, doch gelang es letztendlich! Nehra solle der Name lauten, wurde entschlossen, und dies keine Sekunde zu früh! Dagegen konnte auch ein König Allister nichts mehr machen. Murrend ließ er sich ein Dokument geben und drückte sein königliches Siegel darauf. Hier ist es nun, wertvoll behütet in den Händen des königlichen Archivars Mosinsun Suppoe. Und N E H R A ward der Name, der in die Geschichte eingehen sollte! |
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2 Apr 2007, 16:25
| #7
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| Vereinfachte Darstellung | Aktuelles Datum: 21 November 2009, 10:37 |